NÖAAB Arbeitnehmertag im Bezirk St.Pölten: Lehre, Steuern und Personalvertretungswahlen im Zentrum

VW Serviceleiter Martin Pötschner, NR Bgm Fritz Ofenauer, Lehrlingsausbildner Michael Strubreiter, NÖAAB-FCG KR Harald Sterle, Andrea Kolenz, Lehrlinge Mario Rappelsberger und Patrick Renz, AK Vizepräsident Franz Hemm und VW Vertriebsleiter Markus Langer

Von einer modularen Facharbeiterausbildung würden 2.600 Lehrlinge im Bezirk profitieren

„Zum diesjährigen Arbeitnehmertag haben wir uns ein ganzes Bündel an Themen vorgenommen. Im Rahmen unserer Aktionen und Betriebsbesuche u.a. in der Firma Porsche St.Pölten, geht es aber nicht nur darum unsere Themen anzusprechen sondern auch ums Zuhören. Neben der aktuellen Steuerdebatte mit unserem ÖAAB-Gleittarifmodell sowie den anstehenden Personalvertretungswahlen für Bundesbedienstete steht für uns vor allem die duale Lehrausbildung im Zentrum - wir fordern dabei die Umsetzung einer modularen Ausbildung. Im Schnitt schaffen knapp 20 Prozent aller Lehrlinge die Abschlussprüfung nicht, durch eine modulare Ausbildung könnten sie aber dennoch Qualifikationen vorlegen und gezielt nicht abgeschlossene Module später nachholen. Davon würden bei uns im Bezirk 2.600 junge Menschen, die gerade eine Lehre in einer der 580 Ausbildungsbetriebe absolvieren, profitieren. Zudem suchen aktuell 143 junge Menschen im Bezirk eine Lehre, wobei 69 Stellen sofort und 75 Stellen demnächst verfügbar sind. Eine fundierte Ausbildung ist und bleibt die beste Vorbereitung für den Arbeitsmarkt - wir freuen uns, dass das Interesse junger Menschen an einer Facharbeiterausbildung ungebrochen hoch ist. Die Arbeitslosigkeit unter jenen, die nur über eine Pflichtschulausbildung verfügen, ist vier Mal höher im Vergleich zu jenen mit einer Ausbildung. Ungebrochen hoch ist das Interesse an Lehrstellen im Einzelhandel (14% aller Lehrlinge), im Bereich Elektrotechnik (9%) im Bereich KFZ-Technik (7,5%) sowie Installateur-, Maurer- und Frisörinnenlehre“, informiert Arbeiterkammer-Vizepräsident Franz Hemm und Kammerrat Harald Sterle. „Im Gespräch mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern geht es aber vor allem auch um die aktuelle Steuerreform. Unser Modell bringt dabei in erster Linie mehr Geld für den Mittelstand und Familien, wovon bei uns im Bezirk rund 27.600 Familien und 63.000- Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den beiden mittleren Steuergruppen profitieren würden“, so Nationalrat Fritz Ofenauer. Mit den Personalvertretungswahlen im Bundesdienst am 26. und 27. November wird auch das Superwahljahr für Arbeitnehmer abgeschlossen, neben Arbeiter- und Landarbeiterkammerwahl fand auch die Personalvertretungswahl im Landesdienst statt. 2009 erreichten die Christgewerkschafter im Bezirk bei den Personalvertretungswahlen im Bundesdienst 68,20 Prozent, rund 3600 Bedienstete waren wahlberechtigt.