Neue Rotlichtkamera sorgt für mehr Sicherheit auf NÖ Straßen

Straßenbaudirektor DI Beiglböck, DI Dauda - Straßendienst, LH Dr. Erwin Pröll, Landespolizeikommandant Generalmajor Mag. Reis

Um Unfälle an Ampelgeregelten Kreuzungen zu verhindern ist seit rund 25 Jahren eine Rotlichtkamera im Einsatz welche im Rotationsverfahren an 6 Standorten in Niederösterreich zum Einsatz kommt.

Auf Grund der guten Erfahrungen hat sich der NÖ Straßendienst als Landesstraßenerhalter dazu entschlossen, ein neues Rotlichtkamerasystem anzuschaffen und dieses der Polizei zu überlassen. Dieses neue Rotlichtüberwachungssystem der Firma „Swarco Traffic Austria“ hat im Wesentlichen drei Aufgaben:

? Unfälle an ampelgeregelten Kreuzungen verringern (Rotlichtüberfahrten verhindern)

Pro Jahr ca. 350 Verunglückte an geregelten Kreuzungen

? Bewusstmachen dass Rotlichtüberfahrten kein Kavaliersdelikt ist

? dadurch bessere Akzeptanz für Verkehrslichtsignalanlagen

Die erste Rotlichtkamera gelangt seit 25 Jahren an folgenden Standorten im Rotationsverfahren zum Einsatz:

Großweikersdorf B4 / Bahnstraße

Großweikersdorf B4 / Jubiläumstraße

Königstetten L118 / Hauptplatz

Tribuswinkel B210 / L4012 (Kornfeldgasse)

Mödling B11 / Schulweg

St. Pölten B1 / Josefstraße

 

Der Bedarf an automatisierten Rotlichtüberwachungssystemen ist in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen. Untersuchungen bestätigen, dass von vielen Fahrzeuglenkern immer häufiger das Rotlicht missachtet wird und es dadurch zu gefährlichen Verkehrssituationen kommt. Vor allem Verkehrsteilnehmer, welche vorsätzlich bei Rot in die Kreuzung einfahren stellen eine Gefährdung, vor allem für die Fußgänger, dar.

Aus diesem Grund hat sich das Land NÖ, NÖ Straßendienst, entschlossen eine weitere Kamera anzuschaffen. Im Gegensatz zum bisher eingesetzten System verfügt die neue Rotlichtkamera über spezielle Video-Messvorrichtungen. Dabei werden die Fahrzeuge, welche bei Rot über die Haltelinie fahren und in die Kreuzung einfahren erfasst und bildlich auf einem Datenträger festhalten. Es sind keine Detektoren in der Fahrbahn mehr notwendig. Dadurch erlaubt die neue Kamera einen raschen Standortwechsel und kann bei Bedarf auch an einem neuen Standort mit geringen Adaptierungskosten eingesetzt werden. Es können auch mehrere parallel verlaufende Fahrspuren gleichzeitig überwacht werden.

An folgenden Standorten wird die neue Rotlichtkamera zum Einsatz kommen:

Aderklaa B8 / L3023

Deutsch-Wagram B8 / L6 (Parbasdorferstraße)

Wr. Neustadt B17 / B53 (Ungargasse)

Wr. Neudorf B11 / B17 (Hauptstraße)

Brunn/Gebirge B12a / Rampe A21

St. Pölten L100 / Khittelstraße

 

Somit sind in Niederösterreich 2 Kameras an insgesamt 12 Standorten im Einsatz. So wie auch bei den stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen (Radarbox) erfolgt auch hier eine wechselweise Bestückung. An welchem Standort die Kamera wann zum Einsatz kommt wird von der Polizei (Landesverkehrskommando) entschieden.

Die Kosten für die Anschaffung des Rotlichtüberwachungssystem sowie erforderlicher Nebenarbeiten an den 6 Standorten (Fundament, Steher, Anpassung der Signalsteuergeräte für die Rotlichtüberwachung) betragen € 80.000 und werden zur Gänze vom Land NÖ, NÖ Straßendienst, getragen.