Natur-Weltrekord übertroffen: 614 selbstgebaute Bienenhotels auf der GARTEN TULLN

Die NMS Herzogenburg und die NNÖMS Pottenbrunn haben fleißig Nützlingshotels gebaut. / Fotocredit: „Natur im Garten“ / Imre Antal

Landesrat Martin Eichtinger: „Wir sind stolz, dass über 1.000 Schülerinnen und Schüler mit uns gemeinsam für die Natur kämpfen und den Guinness Weltrekord übertroffen haben.“

Am 27. Juni wurde auf der GARTEN TULLN – der „Natur im Garten“ Erlebniswelt – das größte Nützlingshotel der Welt errichtet. Über 1.000 Schülerinnen und Schüler aus über 60 Schulen sowie rund 100 Privatpersonen aus ganz Niederösterreich haben in den vergangenen Wochen an ihrem persönlichen Beitrag gearbeitet. „Ich danke allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die mit ihrem Engagement ein wichtiges Zeichen für die Förderung der Artenvielfalt in Niederösterreich gesetzt zu haben“, so Landesrat Martin Eichtinger. Mit 614 Baukästen mit einem Nettovolumen von 31,37 Kubikmetern wurde der gültige Guinness World Record überboten.

Der Guinness World Record für das größte Nützlingshotel – largest insect hotel/house – liegt bei 18,46 Kubikmetern, aufgestellt in Großbritannien im August 2017. Mit der Errichtung des größten Nützlingshotels der Welt will „Natur im Garten“ im Jahr des 20-jährigen Jubiläums ein Ausrufezeichen für die Biodiversität und gegen das Artensterben in unseren Gärten und Grünräumen setzen.

Ziel: Förderung der Artenvielfalt in Niederösterreich

Am Weltrekordversuch nahmen Schulen mit Kindern im Alter zwischen acht und vierzehn Jahren teil. Auch Privatpersonen waren eingeladen, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Nach dem Weltrekordversuch nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Nützlingshotels wieder mit nach Hause. Denn viele kleine Nützlingshotels, verteilt in ganz Niederösterreich, sind ökologisch wertvoller als ein riesengroßes Nützlingshotel.

Wildbienen zählen zu den wichtigsten Bestäubern der heimischen Kulturpflanzen. In Niederösterreich gibt es rund 700 verschiedene Wildbienenarten. Ein Nützlingshotel bietet davon rund 20 Prozent geeignete Nistmöglichkeiten. Auch andere Insekten finden in diesen Unterkünften Unterschlupf.